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Viel Wissenswertes zum Thema Diabetes mellitus

 

Die Gäste des Seniorennachmittags am Mittwoch, 8. November 2017, kamen nicht umsonst ins Pfarrheim. Sie hörten einen sehr interessanten Vortrag über Diabetes mellitus. Die Referentin Frau Dr. med. Renate Waas aus Bogen ist Diabetologin und dadurch auch mit der Volkskrankheit Diabetes bestens vertraut.

„Man unterschätzt diese Krankheit oft und auf einmal ist sie da“, so die Sprecherin des Seniorenteams der Pfarrei Erika Probst, nach dem Willkommensgruß, die gleich anschließend das Wort an Frau Dr. Waas weitergab.

Wir in Deutschland liegen mit über 6,5 Millionen Diabetes-Erkrankten an zweiter Stelle in Europa. Davon fallen 95 Prozent alleine auf den Diabetes Typ 2. Die Dunkelziffer wird auf zirka zwei Millionen geschätzt. Die Stoffwechselerkrankung ist in Typenklassen eingeteilt (Typ 1, 2, usw.). Frau Dr. Waas erklärte kurz die Unterschiede der Typen 1 und 2. Erschreckend ist, dass es aufgrund unseres Wohlstandes und Bewegungsmangels immer mehr Erkrankungen gäbe und es zur regelrechten Diabetesepidemie komme, falls nichts geschehe.

Bei Diabetes-Erkrankungen spielt das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, eine große Rolle. Es ist ein sehr komplexer Vorgang. Betroffene Patienten sollten sich daher bestens mit der Erkrankung auseinandersetzen.

Diabetes mellitus liegt laut Definition dann vor, wenn der Blutzucker mehrfach über 200 mg/dl ist, nüchtern über 126 mg/dl und der HbA1c-Wert (ist ein Langzeitwert von über drei Monaten) über 6,5 % liegt. „Diabetes tut nicht weh. Man merkt es an sich nicht. Meistens wird es ganz zufällig durch eine Blutabnahme festgestellt“, so die Referentin. Die Folgeerscheinungen schockieren. Herzinfarkte, Schädigungen an Nieren, Augen sowie an den Füßen und vieles mehr sind langfristig vorprogrammiert.

Macht Zucker Zucker?
Grundsätzlich ist ein hoher Zuckerkonsum nicht gut für den Körper. Trinkt man zum Beispiel mehr als 250 ml zuckerhaltige Getränke (egal ob Obstsäfte oder Cola/Fanta) täglich, so erhöht sich das Diabetesrisiko, was eine Studie schon 2004 zeigte. Schon unsere Kinder sollten lernen, dass Wasser unser primärer Durstlöscher ist. Der Mensch nehme im Durchschnitt täglich 30 Zuckerwürfel zu sich. Aufs Jahr umgerechnet sind das 35 Kilogramm Zucker! Schuld daran sind nicht nur Süßigkeiten alleine. Zucker versteckt sich in vielen Lebensmitteln, vor allem in Fertigprodukten, die enorm viel davon beinhalten und sich hinter den Deckmantel Maltose, Dextrose, Maltodextrin, u.v.m. verbergen. Der „neue“ Zuckerstoff Iso-Glucose (aus Mais und Weizen) führt zum Beispiel zu Leberschäden und Gichtanfällen. Aufpassen muss man auch bei Verwendung von Zuckeraustauschstoffen, die die Lust auf was Süßes steigere und dadurch zu Übergewicht führe. Spezielle Diabetiker-Lebensmittel sind erfreulicherweise nicht mehr im Handel, da sie ohne Nutzen sind. Eine Alternative wäre Stevia, wobei hier die Nebenwirkungen noch nicht bekannt seien. „Selber Kochen ist das Beste überhaupt. Dann weiß man, was man zu sich nimmt“, so der Rat von Frau Dr. Waas. Außerdem rät sie zur Reduzierung der Zuckermengen bei Kochrezepten. Wer nicht ganz auf Schokolade verzichten will, sollte die dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von 80 % und höher bevorzugen.

Bewegung und Ernährung sind das A und O für eine gesunde Lebensweise.
Gesunde Mischkost, die Vermeidung von Zuckerfallen und täglich Bewegung ist die beste Vorsorge. „Gemüse ist das Obst des Diabetikers“ – Obst enthält Fruchtzucker. Gemüse hingegen wenig. Jahreszeitenbezogenes Gemüse und „farblich schön bunt gemischt“ seien ratsam. Nahrungsergänzungsmittel können mit der Vielfalt an Vitaminen nicht mithalten. Für Diabetiker sind unter anderem Ballaststoffe, Haferflocken, Vollkornbrot, täglich bis zu fünf Walnüsse oder Mandeln und Hülsenfrüchte aller Art sehr gut. Rapsöl oder Olivenöl sowie das Lein- oder Hanföl seien zu empfehlen. Grundsätzlich sollte man drei Mahlzeiten zu sich nehmen. Viele Zwischenmahlzeiten sind ungesund. Dem Körper sollte man eine Essenspause von mindestens zehn Stunden gönnen.

„Die Bewegung darf man nicht unterschätzen. Jeder Schritt zählt! Nehmen Sie lieber die Treppe als den Aufzug, gehen Sie eine halbe Stunde sparzieren, fahren Sie Rad oder machen Sie alles, was Ihnen einfach Spaß macht. Hauptsache Sie bewegen sich!“. Diese Tipps legte Frau Dr. Waas den Zuhörern ans Herz.

Weitere Ratschläge sind die Reduzierung von Stress und genügend Schlaf. Außerdem sollte man auf PET-Flaschen weitgehend verzichten, da die Weichmacher darin eine hormonähnliche Wirkung verursachen.

Mit den Zitaten von Jean de la Bruyere „Es gibt nichts, was die Menschen lieber erhalten möchten oder weniger pflegen als ihre Gesundheit“ und von Sebastian Kneipp „Gesundheit bekommt man nicht im Handel, sondern durch den Lebenswandel“ verabschiedete sich die Referentin und wünscht allen noch einen schönen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, den das Seniorenteam der Pfarrei vorbereitet hat.

Erika Probst bedankte sich mit einem leckeren Kuchen bei Frau Dr. Waas für den sehr informativen Vortrag, aus dem man viele Dinge ins tägliche Leben mitnehmen kann.

Text/Foto: br

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